Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegehinweise von der Einsatzstelle

für Atemschutz-, CSA- und andere PSA-Werkstätten

 

 

Von benutzter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gehen viele Gefährdungen aus. Dazu zählen Gefahren aus der

  • äußeren Kontamination der PSA, also Atemgifte, Brandrauch, Brandruß, chemische Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe auf der äußeren Oberfläche der PSA und Verunreinigungen der PSA, wenn bestimmte Brandprodukte als Folge von Diffusionsvorgängen in die Oberflächen der PSA eindringen (permiieren) bzw, diese sogar durchdringen.

  • inneren Kontamination der PSA, also pathogene Mikroorganismen und pathogene Viren aus Sekret, Schweiß, Ausatemfeuchte, Ausatemluft und Hautabrieb des PSA-Trägers.

Die Gefahren aus der inneren Kontamination sind vorhersehbar, für den Atemschutzgerätewart und andere PSA-Gerätewarte die aus der äußeren Kontamination eher nicht. Nur aus den äußeren Eindrücken auf die tatsächlich vorhandenen Gefahren zu schließen ist selbst dem gut ausgebildeten Personal unmöglich.

Deshalb bestehen für die Beschäftigten in Atemschutzwerkstätten, Chemikalienschutzanzugwerkstätten und ähnlichen Bereichen gesundheitliche Risiken. Diese lassen sich aber verringern, wenn bei der Abgabe der benutzten PSA Informationen zu deren Kontamination von der Einsatzstelle an die jeweilige Werkstatt übergeben werden. Durch diese Voraufklärung kann das Werkstattpersonal die vom Kontamat ausgehenden Gefahren rechtzeitig und deutlicher erkennen und sichere Kompensationsmaßnahmen einleiten. Daraus lässt sich auch der Schutzbedarf für das Personal eindeutig ableiten.

 

Zur Übermittlung derartiger Informationen von der Einsatzstelle zur entsprechenden PSA-Werkstatt haben sich Kontaminations-Anhängekarten bewährt. Vom Einsatzleiter bzw. Leiter Dekontamination gegengezeichnet können sie alle erforderliche Informationen enthalten

  • für den Schutzbedarf des Werkstattpersonals

  • für das Erkennen der vom Kontamat ausgehenden Gefahren 

  • zum Träger der PSA

  • während der Dekontamination verwendete Chemikalien.

 

Ein Beispiel für eine Kontaminations-Anhängekarte ergänzt diese Hinweise. Sie steht zur freien Nutzung zur Verfügung.