Name Winfried Rümpler
FrageWas ist ein Chemikalienschutzanzug vom Typ 1b-ET und warum ist dessen Einsatzfähigkeit im Gefahrenbereich vom Pressluftatmer abhängig? Wie unterscheidet er sich vom CSA 1a-ET?
Antwort

Sehr geehrter Herr Rümpler,

Nach Feuerwehrdienstvorschrift 500 „FwDV 500 Einheiten im ABC-Einsatz“ unterscheidet man 3 Formen an Körperschutz für den Schutz von Einsatzkräften der Feuerwehr vor Gefahrstoffen. (siehe Link: „Körperschutz nach FwDV 500“)

Die CSA vom Typ Körperschutz Form 1a-ET und 1b-ET unterscheiden sich vor allem durch die Trageweise der Atemschutzausrüstung wie folgt:

Körperschutz Form 3schützt gegen eine Kontamination mit festen, flüssigen und gasförmigen StoffenTyp 1a-ET
gasdichter Chemikalienschutzanzug für die Verwendung durch Notfallteams mit im Chemikalienschutzanzug getragenen Atemluftversorgung

Typ 1b-ET
gasdichter Chemikalienschutzanzug für die Verwendung durch Notfallteams mit außerhalb des Chemikalienschutzanzuges getragenen Atemluftversorgung

Den CSA vom Typ 1b-ET kennzeichnet also, das der CSA-Träger seinen Pressluftatmer auf dem Anzug, also außen auf dem Anzug trägt und in die Umgebung ausatmet. Damit ist die Möglichkeit des Durchbruchs aggressiver Chemikalien an der Membran des Lungenautomaten und am Ausatemventil der Vollmaske am besten gegeben. Sind die Gefahrstoffe bereits während der Einsatzvorbereitung bekannt, so wie z. B. in Chemiewerken, lassen sich vom Hersteller der Atemschutzausrüstung beständige Teile beschaffen und nachrüsten

Dipl. Ing. W. Gabler